Das letzte Mal, dass ich geschrieben habe, ist so lange her, dass ich dazwischen ein Kind hätte gebären können. Seit Silvester ist mein Schlafrhythmus (immer wieder muss ich das Wort nachschauen: „RHytHmus“, „RHytHmus“, „RHytHmus“ – mein neuronaler Suchalgo…rithmus kann sich noch nicht selbst korrigieren) jedenfalls ist er durcheinander, der Rhythmus. (Glaube ich eigentlich an Posthumanismus und enhancede Selves?) Ich wünsche mir, bald wieder zu sein, wo sich das Bloggen lohnt: anderswo. Hier bleibt kaum Zeit neben dem ganzen Leben und Lesen – wobei beides zur Zeit das Gleiche scheint und doch nie genug. Ich habe Harrison Ford erkannt, ohne zu wissen, woher, als sich heute im bis auf den Hegel-Lesekreis unbesetzten Kinosaal die Sterne bekriegt haben. Harrison durfte aus Altersgründen nur umarmen bis er dann in einer Mischung aus Harry Potter und Herr der Ringe den Sprung von der Brücke gemacht, sich ein „Thou shal not pass“ zur allgemeinen Erleichterung jedoch verkniffen hat. Adam Driver ist trotz aller Anstrengung nicht Ernst zu nehmen, aber insgesam hat mich der Film – wie ich gestehen muss – doch  in den Bann gezogen. Auch ohne die Buddenbrooksche Familienstrukturkomplexität zu durchschauen, habe ich mich gut vergnügt. Besonders die beeindruckende Ignoranz aller Beteiligten auf die saloppe Vernichtung mehrerer Zivilisationen mit ein paar lauten bunten Strahlen und Explosionen hat mich umgehauen.

(Manchmal habe ich Sehnsucht nach Lissabon. Das Leben ist aufregend. Wäre ich Physiker, würde ich was erfinden, um die Welt zu retten.)

Ein Gedanke zu „Abbey

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