Und erschießt die Ente

Was gibt`s Neues fragt der kleine Hase, auf der Treppe der Veranda sitzend seinen Tee schlürfend.
Hach, nicht viel, sagt die Ente. Das Übliche. Der See, die Wolken, Brotkrümel. Ich war noch nie am Meer.
Gar kein Problem, da wollte ich morgen hin. Komm ruhig mit, ich kann ja nicht schwimmen. Der Hase halt.

Am nächsten Morgen: Der Hase hat sich seine Strickjacke bereits über die Schulter geworfen, die Ente (aufgeregt, klar) kommt gehüpft in gelben Gummistiefeln. Hase ganz entspannt. Beide ab in Richtung Meer.

Meer:

(eigentlich ein kleiner Teich, aber das müssen die beiden ja nicht wissen)

So schön ist das Meer? frasagt die Ente. Ja oh ja glücklicht der Hase. Die Ente auch gleich rein ins Meer. (Teich) Der Hase aber ganz traurig geworden, weil er ja nicht schwimmen kann. Wo man weiß, dass da besser geht, ist man gleich ganz so – und Gedöns. Die Ente planscht und quäkt und ist ganz frohgestimmt.

Danke Hase, dank dir hab ich das Meer gesehen, danke Hase, dank dir Hase, bin ich nun ganz furchtbar glücklich.
Danke Ente, dank dir hab ich das Meer gesehen, danke Ente, dank dir Ente, bin ich nun ganz furchtbar unglücklich.

(Und erschießt die Ente)

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