Der Pinguin und ich

Wir wissen, dass es nur zwei Wege gibt und keinen dazwischen. Entweder wir akzeptieren, dass wir irgendwann über alles geredet haben werden und finden uns damit ab, dass wir den Rest unseres Lebens nur noch Wiederholung um Wiederholung um Wiederholung durchspielen werden. Und finden uns damit ab. Und spielen mit. Und faseln uns den Mund faltig mit all dem Unsinn, der schon milliardenfach durchgedacht und wiedergekäut wurde. Oder wir hören auf, zu partizipieren. Und werden einsam. Und hören auf zu denken, zu empfinden, wahrzunehmen. Und bewahren was? Ich habe mich noch nicht entscheiden. Weg des geringsten Widerstands? Muss auch das hier immer wieder wiederholen, weil ich nicht weiß, was ich sonst tun soll. Ich sehe die um mich herum sich verändern und wachsen und erwachsen. Werden. Und ich weiß, ich bewege mich nicht und ich schrumpfe vielleicht. Es ist wie auf einem großen Platz stehen mit Springbrunnen in der Mitte. Immer im Kreis drehen, alles sehen, nichts sehen. Alle die um mich herum glücklich. Oder zumindest mit Gefühlen. Nur ich mir ist alles egal. Nur ich mich übersieht die Schwerkraft manchmal. Und dann schwebe ich. Ich schwebe über die Dächer der Stadt, schwebe über die Seen der Region, die Wälder des Landes, die Berge Gebirge Täler Täler Täleräler. Zu den Polen da wo es noch kalt und Eis ist, klar und weiß, Schnee und … Pinguine. Deren Fell übrigens ist ganz weich wie Federn bloß mit Fett obendrüber zum Schwimmen und wahrscheinlich auch Warmhalten. Ich schnapp mir so einen Pinguin und tauche mit ihm unter das Eis und nie wieder auf.

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